3 Tipps für Marketing Automation

Wenn euer Startup ins Rollen kommt, kommt vermutlich auch Leben in euren E-Mail-Verteiler. Der Newsletter, der über euer Produkt informiert, die E-Mails, die eure Webinare und Events ankündigen und die Transaktions-Mails, bei erfolgreichen Bestellungen oder Kontaktanfragen. Kaum ein Startup kommt ohne solides E-Mail Marketing aus. Marketing-Automation ist die Königsdisziplin und hilft euch auch bei wachsendem Publikum immer die passende Botschaft zur richtigen Zeit zu versenden.

Was ist Marketing Automation überhaupt?

Im Grunde ist es das Versenden von automatisierten Marketing-Botschaften, die auf dem Verhalten eurer Nutzer bzw. Kunden basieren. Ihr habt beispielsweise E-Mail-Adressen über ein Whitepaper oder Webinar generiert. Nun könnt ihr zum Beispiel den Webinar-Teilnehmern eine automatisierte E-Mail mit weiteren Informationen zuschicken und eine Produktdemo anbieten. Simpel gesprochen: Jemand macht etwas, löst eine automatisierte Botschaft aus und macht dann hoffentlich noch mehr davon wie etwas zu kaufen.

Tipp 1: Heißt eure Empfänger willkommen

Wer Gäste im eigenen Heim empfängt, wird sie wahrscheinlich einzeln begrüßen und sie meist durch die einzelnen Räume führen. Warum wird das so selten genutzt, wenn man “Gäste” im eigenen E-Mail-Verteiler empfängt? Ihr könnt euch direkt für die Anmeldung bedanken und einen Gutschein anbieten, nach Präferenzen fragen oder um die Aufnahme eurer Absenderadresse in das Adressbuch des Empfängers bitten, wodurch eure zukünftige Zustellbarkeit positiv beeinflusst wird.

Vorteile von Willkommens-Mails:

  • 50-80 prozentige Öffnungsrate, da sich die Leute soeben erst eingetragen haben und euren E-Mails noch volle Aufmerksamkeit widmen.
  • Wo ihr schon erhöhte Aufmerksamkeit genießt, nutzt diese und belohnt die Leute für ihre Anmeldung. Das kann sogar schnellen Umsatz bringen.
  • Ihr könnt beim Begrüßen auch weitere Fragen stellen, um die Profile eurer Empfänger anzureichern, damit könnt ihr später die E-Mails besser personalisieren.


Häufige Fehler bei Willkommens-Mails:

  • Ihr versendet die Begrüßung ohne Double-Opt In. Achtung Datenschutz: Ihr dürft eine Willkommens-Mail erst nach der Zustimmung versenden.
  • Ihr versendet die Willkommens-Mail manuell. Hier geht es um Marketing-Automation, falls ihr noch keine habt, besorgt euch eine professionelle E-Mail-Marketing-Software.
  • Ihr meint es zu gut mit der Begrüßung und packt gleich mal 10 Angebote in die Mail. Beschränkt euch auf eine Botschaft, denn die muss eure Empfänger umhauen.

Nutzt also unbedingt die Gelegenheit neue Kunden, Empfänger sowie Registrierungen gebührend willkommen zu heißen und bespielt diese idealerweise mit einer eigenen Kommunikationsstrecke. Wir haben bei Sendinblue die Erfahrung gemacht, dass es weniger bringt, alle neuen Empfänger einfach in den “normalen Newsletter-Topf” zu werfen. Zum einen vergeht womöglich zu viel Zeit zwischen der Anmeldung und dem eigentlich Versand des Newsletters. Zum anderen kommuniziert ihr im Newsletter womöglich Themen, die schon sehr nah am Produkt sind und thematisch tief gehen, sodass ihr “Neulinge” durchaus überfordern könntet.

Tipp 2: Wenn Geburtstagsmailing, dann aber richtig

 

Auch wenn es sich nach einem absoluten Selbstläufer anhört ein Geburtstagsmailing zu verschicken, lässt die Performance dennoch oft zu wünschen übrig. Zu oft sehen wir, dass der Empfänger zu seinem Geburtstag einen “großzügigen” 5 Prozent Rabattgutschein erhält. Stellt euch die Reaktion vor: Da hat jemand das Smartphone den ganzen Tag griffbereit, weil ständig Glückwünsche auf diversen digitalen Kanälen eintreffen und mittendrin eure E-Mail mit 5 Prozent Rabatt. Wie viel innere Erregung und gesteigerte Kaufbereitschaft wird das wohl auslösen? Genau! Deshalb soll euch Tipp 2 helfen, das Beste aus euren Geburtstagsmailings rauszuholen.

Vorteile von Geburtstagsmailings:

  • Bis zu 15 Prozent höhere Öffnungsraten, da das Geburtstagskind an diesem Tag besonders empfänglich für Glückwünsche ist.
  • Übersaisonal, denn irgendwer hat immer Geburtstag und damit habt ihr das ganze Jahr über gute Gründe für eure Werbebotschaften.
  • Empfänger fühlen sich wertgeschätzt, was sich positiv auf eure Marke auswirkt.

Häufige Fehler bei Geburtstagsmailings:

  • Geiz ist geil? Darauf solltet ihr bei Geburtstagsmailings verzichten und einen besonderen Rabatt anbieten. Der klassische 0-8-15-Rabatt ist hier fehl am Platz.
  • Keine Personalisierung. Ihr könnt nicht jedem Empfänger ein individuelles Geschenk machen, aber ihr solltet zumindest personalisierte E-Mails versenden.
  • Keine Mails, weil keine Geburtsdaten vorliegen. Im B2B eine häufige Ausrede aber selbst dahinter verbergen sich echte Menschen und ihr könnt nach dem Geburtsdatum fragen.

Nutzt die Gelegenheit, euren Kunden und Interessenten zu gratulieren. Spendiert den Leute mal richtig was und nutzt so die erhöhte Aufmerksamkeit, die euch geschenkt wird. Da ihr nicht die Einzigen seid, die an diesem Tag im Postfach des Geburtstagskindes landen, könnt ihr auch kreativ werden und auch vor oder nach dem Geburtsdatum versenden.

Tipp 3: Mit Reminder-Mails die Marke in Erinnerung rufen

Wie im echten Leben wird nicht jede E-Mail gelesen und schon gar nicht auf jede geantwortet. Das müsst ihr natürlich hinnehmen, aber könnt euch dennoch mit freundlichen Reminder-Mails beim jeweiligen Empfänger in Erinnerung rufen. Es braucht natürlich einen vorangegangen Kontaktpunkt zu eurer Marke, auf den ihr euch beziehen könnt. Fast jedes Event arbeitet teilweise sogar mit mehreren Remindern, damit die zeitgebundene Veranstaltung auf keinen Fall verpasst wird. Ihr könnt es aber auch ohne Event-Bezug zum Erinnern, Nachfassen und Weiterqualifizieren verwenden.

Vorteile von Reminder-Mailings:

  • Höhere Öffnungsraten, da ein bekanntes Ereignis vorangegangen ist. Zum Beispiel ein Reminders für ein bevorstehendes Event, für das euch eine Anmeldung vorliegt.
  • Ihr könnt eure Leads weiterqualifizieren und tiefer in den Kauftrichter ziehen, in dem ihr beim Reminder weiterführende Fragen stellt und so mehr Daten sammelt.
  • Höhere Chancen auf ein volles Event, da Menschen tatsächlich oftmals einfach nur vergesslich sind und eine kleine Erinnerung genau das Richtige ist.
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Häufige Fehler bei Reminder-Mailings:

  • Ihr schickt die gleiche Mail einfach zwei Mal raus. Gleiche Betreffzeile und gleicher Inhalt sorgen sehr wahrscheinlich für geringen Erfolg beim Nachfassen.
  • Zu viele Reminder. Ja die Leute sollen zu eurem Event kommen, aber nervt sie nicht. Zwei Reminder reichen in der Regel aus. Danach wirkt es eher anbiedernd.
  • Vorwürfe und negative Emotionen. Die beleidigte Leberwurst spielen, weil nicht sofort reagiert wurde ist keine Option. Bleibt positiv. Ihr kommuniziert als Business, nicht als beste Freundin / bester Freund, die hängen gelassen wurde.

Ruft euch also gerne bei der Zielgruppe in Erinnerung aber übertreibt es nicht. Vor allem nutzt die Möglichkeiten der Automatisierung. Viele solcher E-Mails können einmal aufgesetzt regelmäßig und automatisch versendet werden.

Über den Autor:

Bert Winterfeld
Autor

Bert Winterfeld ist seit 10 Jahren glücklich mit den Online Marketing Disziplinen dieser Welt liiert. Mit Fokus auf feinen Content für Webseiten und E-Mails half er unter anderem Agenturen und Software as a Service-Unternehmen, relevantes Marketing und effektive Lead Generierung umzusetzen.

Website: www.sendinblue.de

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