thangs – Ausleihen leichter gemacht

Dinge müssen nicht immer neu gekauft werden. Vor allem nicht wenn sie nur zur einmaligen oder seltenen Nutzung gedacht sind. Um diesen Gedanken hat sich die Sharconomy gebildet. Lieber leihen statt kaufen. Das Startup um thangs macht das Finden und Verleihen einfacher.

Was hinter dem baden-würtembergischen Startup steckt, erfahrt ihr im Interview.

Könnt ihr euch, für die Menschen, die euch noch nicht kennen, vorstellen?

Wir sind ein junges Team aus 4 Studenten und 3 in Unternehmen festangestellte Entwickler und Designer. Wir lösen mit unserer App thangs ein Problem, das jeder kennt: Du brauchst etwas, willst es dir aber nicht gleich kaufen? Du denkst, dass irgendjemand aus deinem Kontaktbuch helfen kann, willst aber nicht alle einzeln anschreiben? Wenn du etwas ausgeliehen hast, vergisst du gerne mal Dinge rechtzeitig zurückzugeben? Mit thangs lösen wir diese Probleme. Mit unserem einfachen Bedienkonzept und sinnvollen Features mischen wir nun die Sharing Economy auf.

Das Team von Thangs. (Foto: Nadine Burck)

Das Team von Thangs. (Foto: Nadine Burck)

Was genau ist bzw. macht thangs?

thangs – stuffsharing with friends ist eine iOS und Android App, die dir dabei hilft, dein persönliches Netzwerk von Freunden, denen du Dinge ver- und entleihst, zu verwalten. Die App vereinfacht die Kommunikation und hilft mit einer Leihliste den Überblick zu behalten. In drei einfachen Schritten kannst du eine große Anzahl von Freunden nach einem Gegenstand fragen.

  1. Benenne den Gegenstand den du suchst.
  2. Bestimme die Freunde (Telefonbuchkontakte), welche die Anfrage erhalten sollen. Dabei kannst du alle Kontakte die thangs nutzen auf einmal hinzufügen.
  3. Bestimme das Datum an dem du den Gegenstand benötigst und sende ab.

Diese Freunde müssen dann zuerst nichts weiter tun, als mit einem Klick auf einen „Ja“oder „Nein“-Button antworten. Die eigentliche Kommunikation kann dann mit den Personen, die mit „Ja“ geantwortet haben, über den integrierten Chat geschehen. Kein unnötiges bla bla, sondern effektive Kommunikation. Wenn ihr euch einig darüber geworden seid, wann und wo ihr euch den Gegenstand übergebt, kannst du mit wenigen Klicks ein Eintrag in der Leihliste erstellen. Damit siehst du immer auf einen Blick, wer was hat und wann was zurückgeben werden muss. Eine automatische Erinnerungsfunktion hilft dabei, Dinge rechtzeitig zurückzugeben und zurückzubekommen, denn Wiedersehen macht bekanntlich Freude.

Was war eure Motivation zu gründen?

Die Motivation entstand aus den tollen Rückmeldungen von Seiten unserer Professoren, Freunden und Bekannten. thangs entstand nämlich aus unserer (David, Samuel und Sammy) Bachelorarbeit im Studiengang Kommunikationsgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Während den fünf Monaten beschäftigten wir uns mit den Problemen die beim Leihen entstehen und als Antwort haben wir die App thangs konzipiert. Im Laufe der Abschlussarbeit wurde uns dann das Potenzial von thangs, das Konsumverhalten nachhaltig zu beeinflussen, bewusst und es packte uns der Ehrgeiz.

Die Thangs App brillert mit einer einfachen UI.

Die Thangs App brillert mit einer einfachen UI.

In der Zeit nach der Bachelorprüfung (Februar 2015) sind wir deshalb in die Stuttgarter Startup-Szene eingetaucht. Wir nahmen an einem Startup Weekend, dem Elevator Pitch
BW und verschiedenen Seminaren teil und begaben uns auf die Suche nach Entwicklern, die unsere Begeisterung für thangs teilten. Als wir dann im November 2015 den Landespreis shareBW vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und dem Cyber Forum e.V. Karlsruhe gewonnen haben, war für uns klar wir machen aus unserem Herzensprojekt ein Unternehmen.

Was hat euch bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf eure Gründung?

Wie sehr unser Konzept, auch international, Anklang findet. Die Menschen denken über ihren Konsum nach und fangen an zu hinterfragen, ob denn immer gleich alles gekauft werden muss. Aber auch dass unsere ersten Nutzer sehr Feedback freudig sind und das Konzept weiter denken. Oftmals greifen sie uns Funktionen vor, an denen wir schon arbeiten, das beeindruckt und motiviert dann am meisten. Wie geht’s weiter mit der App thangs?

Momentan sammeln wir Feedback und nutzen dieses um um das Konzept zu iterieren und neue Features für die Roadmap zu entwickeln. So zum Beispiel ein Inventar, mit dem man seinen Freunden signalisieren kann, welche Gegenstände man besitzt und bereit ist zu verleihen. Wir möchten aber in Zukunft nicht nur den Leihprozess vereinfachen, sondern auch die Miete von z.B. Sportequipment bei Sportgeschäften oder Gartengeräten bei Baumärkten. Hierzu sind wir gerade in Gesprächen mit einzelnen Akteuren.

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen die selber übers Gründen nachdenken?

Startet mit einem Problem von echten Menschen. Findet heraus ob eure Lösung das Problem behebt. Wenn ihr das gefunden habt, zieht es durch, gründet und steckt euer Herzblut in eure Idee. Habt Spaß dabei und gebt nicht direkt auf, wenn etwas mal nicht funktioniert. Wenn dann nämlich noch die Portion Glück dazu kommt zahlt sich der ganze Kraftakt aus, dann startet ihr richtig durch!

Danke für eure Antworten.

Wenn ihr wissen wollt, wie es bei thangs weitergeht, dann schaut am besten auf ihre Facebook-Seite. Für Fans des blauen Vögelchens gibt es auf dem Twitteraccount von thangs auch was zu entdecken.

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