SEMKNOX

Da fährt man nach Köln, um ein Dresdner Startup kennenzulernen. Die Welt ist ja bekanntlich ein Dorf.

Auf der dmexco hatte ich die Möglichkeit, die Jungs von SEMKNOX zu treffen. Ihre Produkt ist für einen Otto-Normal-Verbraucher wahrscheinlich schwer zugreifen aber jeder Onlineshop-Besitzer sollte hellhörig werden. Denn mit der Suche von SEMKNOX finden Kunden endlich das, wonach sie suchen.

Aber am Besten sie erklären es euch selbst.

Könnt ihr euch, für die Menschen, die euch noch nicht kennen, vorstellen?

Wir sind SEMKNOX aus Dresden, ein Unternehmen mit 8 Mitarbeitern, welches im Bereich des eCommerce tätig ist und eine sehr spezielle semantische Produktsuche für Webshops als SaaS anbietet.

Das Team von SEMKNOX

Das Team von SEMKNOX bei der Arbeit

Was genau ist bzw. macht „SEMKNOX“ ?

Das Internet ist voll von Produkten verschiedenster Kategorien und stellt den Endkunden vor die Qual der Wahl: Welches Produkt ist sein Geld wert und dazu noch das Richtige für ihn? SEMKNOX hat eine semantische Produktsuche entwickelt, welche die in Umgangssprache formulierten Kundenwünsche beantworten kann. Anfragen wie „Suche aktuelle Digitalkamera für Unterwasseraufnahmen mit viel Speicherplatz“ oder „Notebook mit 17″ Display und hochwertigen Lautsprechern mit Bluray-Player“ können sehr präzise verstanden werden. Auch sog. „weiche Anfragen“ wie „Langes Sommerkleid in rot mit Schleife“ oder „Langer Wohnzimmertisch bis 80cm Höhe aus Naturholz“ kann die semantische Produktsuche von SEMKNOX auflösen.

Primär richtet sich die semantische Produktsuche an Webshops und Preisvergleichsportale, die ihre Bounce Rate verringern, die Conversion Rate steigern und den Warenkorb-Wert erhöhen wollen. Jedoch ist die Technologie adaptierbar auf beliebige strukturierte und semi-strukturierte Daten. Somit ist es egal, ob die Algorithmen auf Produkten der Kategorie Consumer Electronics, Fashion, Schuhe oder Haus&Garten arbeiten oder auf virtuellen Produkten wie Versicherungen, Finanzprodukte, Immobilien, Reisen, etc. Auf spoonacular.com kann man z.B. unsere natürlich-sprachliche Rezeptsuche in Englisch ausprobieren.

Was war eure Motivation zu gründen?

Das Gründerteam von SEMKNOX besteht aus Dr. David Urbansky, Dipl.-Inf. Sebastian Sprenger und Dipl.-Medieninf. Simon Schabel und lernte sich während ihrer Studien- und Forschungszeit an der TU Dresden, Fakultät Information, Lehrstuhl für Rechnernetze im Jahre 2012 kennen. Die Idee zu SEMKNOX entsprang dem alltäglichen Problem, welchem viele Menschen gegenüber stehen: Das wirklich passende und beste Produkt für sein Geld zu finden. Denn natürlich möchte man bei der Anschaffung eines neuen Laptops oder einer teuren Waschmaschine genau das Produkt erwischen, welches die besten Eigenschaften für den vom Kunden anvisierten Preis bietet.

Aus eigener Erfahrung kannte das Team die Problematik und bei näherer Untersuchung verschiedener kleiner und großer Webshops zeigte sich, dass es keine wirklich gut funktionierende Produktsuche gab, die selbst nur die zur heutigen Zeit übliche Stichwortsuche befriedigend lösen konnte, geschweige denn die Auswertung längerer natürlich-formulierter Satzteile auflösen konnte. Mit der Idee im Gepäck und den technischen Lösungsmöglichkeiten durch die Arbeit an der Uni vor Augen bewarb sich das Team bei Dresden.exists, einem Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Mit diesem Stipendium konnte die Idee zum Produkt entwickelt werden und es wurde im Februar 2014 die SEMKNOX GmbH gegründet.

Die Möglichkeit der Selbstständigkeit ist für uns alle Antrieb gewesen. Ein eigenes Produkt zu schaffen und dieses an Kunden zu vertreiben, denen dadurch ein echter Mehrwert entsteht, freut uns jeden Tag aufs Neue.

Was hat euch bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf eure Gründung?

Während der letzten drei Jahre gab es verschiedene Momente, die wirklich herausragend waren und lange in Erinnerung bleiben. Besonders war z.B., dass wir bereits zwei Mal von wirklich großen Onlineshops aus den USA angerufen wurden – ohne dass wir jemals mit Ihnen Kontakt hatten – und sie sich für unsere Technologie interessierten. Dann natürlich auch unsere erste, erfolgreich abgeschlossene Investmentrunde, die viel Zeit und Mühe gekostet hat, aber durch die wir hervorragende Partner gewonnen haben. Im Sommer 2014 durften wir das Silicon Valley mit dem „Blackbox Connect“ Accelerator kennenlernen, was uns viele neue Einblicke in die dortige Startup-Welt verschaffte. Aber eigentlich ist jeder neuer Tag eine Highlight für sich, jeder Tag ist anders und irgendwie herausragend – in einem Startup wird es nie langweilig!

Wie geht’s weiter mit „SEMKNOX“ ?

SEMKNOX hatte im letzten Monat den ersten Messeauftritt auf der dmexco und hat viele wertvolle Kontakte knüpfen können. Die Resonanz war sehr gut, so dass wir zuversichtlich sind, im kommenden Jahr das Produkt fest am Deutsch-sprachigen Markt zu platzieren. Ab Mitte 2016 fokussieren wir uns auf den Englisch-sprachigen Markt in Europa und den USA.

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen die selber über’s Gründen nachdenken?

Einer der wichtigsten Tips wäre, so früh wie möglich Kundenfeedback einzuholen, am besten noch, bevor das Projekt überhaupt gestartet wurde. Dies ist zwar nicht bei jeder Geschäftsidee möglich, aber die Bedingungen beim Kunden sollten möglichst früh in das Produkt einfließen.

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Danke für eure Antworten.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, wie es bei SEMKNOX weiter geht, dann solltet ihr Augen und Ohren offen halten. Einen Blog oder aktuell gehaltene Social Media Kanäle sucht man bei dem jungen Team noch vergebens

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