Neue Onlinemarketingchancen für Start-ups

Das Wagnis eine eigene Firma zu gründen ist immer eine große Sache und erfordert volle Konzentration des Gründers seine Geschäftsidee umzusetzen, und das Unternehmen auf Wachstumskurs zu bringen. Für viele Start-ups ist es verlockend über das Internet zu wachsen. Das kann funktionieren und in der jüngeren hat es auch noch sehr gut geklappt. Das ist jedoch kein fest geschriebenes Gesetz und das Internet ist sehr schnelllebig. Nachhaltige Wachstumstrategien greifen hier oft nicht mehr!

Als Suchmaschinenoptimierer habe ich seit gut 12 Jahren Erfahrung im Onlinemarketing gesammelt und habe viele Webseiten und Start-ups bei ihrem Wachstum durch mein Know-how unterstützt. In all den Jahren gab es kein einziges Jahr, wo Google nichts an seinem Suchalgorithmus getestet und verändert hat.

Wer sich nur auf Google verlässt wird scheitern

Der SEO-Kanal wird zunehmend immer unsicherer. Seit kurzem hat sich etwas Grundlegendes im Layout der Suchergebnisseiten bei Google verändert. Früher war der Anzeigenplatz in der Mitte der Suchergebnisseite auf maximal 2 Anzeigen begrenzt. Die restlichen Anzeigen wurden rechts neben dem organischen Suchergebnis angezeigt.

Jetzt werden bis zu 4 Anzeigen in der Mitte über den natürlichen Suchergebnissen angezeigt. Die Folge ist, dass die natürlichen Suchergebnisse weiter nach unten verdrängt werden in den nicht sofort sichtbaren Bereich. Hinzu kommt dass die Anzeigenkennzeichnung nicht jeder Suchende sofort erkennt. Ein Platz 1 bei Google ist mittlerweile nicht mehr wert, als es ein Platz 5 früher war.

Start-ups sind also sehr gut beraten, wenn sie sich bei ihrer Onlinemarketingstrategie nicht nur auf den SEO-Kanal verlassen. Sie sollten jetzt immer auch ein monatliches Google Adwords Budget einplanen, wenn sie gefunden werden wollen.

Ohnehin ist es nicht ratsam sein ganzes Business nur von einem Traffic-Kanal abhängig zu machen. Start-ups, die das nicht verstanden haben, begeben sich quasi in die Scheinselbständigkeit und in die Abhängigkeit, einer mitunter doch sehr launischen Suchmaschine.

Alternative Such- & Findesysteme nutzen

Wer online wachsen möchte, muss neue Wege finden seine Zielgruppe zu erreichen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest, können eine Alternative zur Suchmaschine sein. Aber auch Onlinemarktplätze, wie eBay und Amazon und demnächst auch Zalando, können für zusätzliches Wachstum sorgen. Alternative Such- & Findesysteme sind hier das Schlagwort.

Zudem sollten Start-ups auch den Trend erkennen, sich die Kunden dort abzuholen, wo sie gerade einen Bedarf haben. Amazon hat mit seiner Alexa Echo schon einen Platz in den Wohnungen und Häusern in Amerika reserviert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Haus- und Heimassistenten à la Amazon Echo auch hier verfügbar sind. Das Internet der Dinge oder auch Industrie 4.0, wie es hier oft noch bezeichnet wird macht es möglich.

Warum nicht gleich Konsumgüter mit einem Nachbestellknopf versehen mit dem die Kunden gleich per Knopfdruck nach ordern können? Die Technik ist da und bezahlbar. Sie muss nur umgesetzt werden. Auch hier macht es Amazon mal wieder vor mit Amazon Dash.

Diese Technik ist nicht auf eine besondere IT-Infrastruktur angewiesen. Im Prinzip kann jedes Unternehmen mit dieser Technologie eine Nachbestellfunktion direkt in sein Produkt integrieren, vorausgesetzt der Kunde hat eine Internetverbindung und WLAN. Ich frage mich, warum es noch keine deutschen Produkte mit dieser Funktionalität gibt?

Aber das ist nur der Anfang, wir stehen mal wieder vor einer neuen Revolution in der medialen Nutzung. Ich weiß, das klingt abgedroschen, aber es ist wirklich wahr. Wer die Berichte zum Mobile World Congress in Barcelona verfolgt hat, wird die Zeichen der Zeit erkannt haben.

Samsung hat mit der Vorstellung seines neuen Flagschiffs, dem Galaxy S7 Edge und der Gear VR Brille, ein Tor in eine Onlinemarketingwelt aufgeschlagen. Als ich die ersten Berichte zu dem neuen Samsung Smartphone und der VR-Brille gesehen habe, ergab für mich auch wieder sofort dieses „höher, schneller, weiter Marketinggebrüll“ der Hersteller wieder einen Sinn. Seit kurzem bin ich auch Besitzer des Galaxy S7 Edge und der Gear VR und konnte mir einen ersten Eindruck verschaffen. Das Ergebnis war „mind blowing“!

Durch die zunehmende Verbreitung von VR-Brillen wird in nur sehr kurzer Zeit ein Einkaufserlebnis ermöglicht, das dem eines Einkaufszentrums im nichts mehr nachstehen wird, und trotzdem alle Vorteile des Onlineshoppings beinhaltet.

Diskussionen über Ladenöffnungszeiten, Parkplatzsuche oder einer schwachen ländlichen Infrastrukturen gehören dann der Vergangenheit an. Per VR-Brille geht man dann in sein Lieblingseinkaufszentrum, verabredet sich mit Freunden und geht gemeinsam shoppen.

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Die Facebook-Tochter Oculus ist gerade dabei eine Plattform für so ein Shoppingerlebnis aufzubauen. Im VR-Shopping bzw. Im VR-Internet sehe ich die nächste große Chance für Start-ups. Im Oculus Developer Center können schon jetzt Start-ups und Programmierer neue Apps für die VR-Brillen Oculus Rift und Samsung Gaer VR entwickeln und sich so eine neue Chance in einem neuen Marketingumfeld sichern.

Wer neue Geschäftsideen mit sein Start-up umsetzen möchte, sollte jetzt erst mal genügend neue Denkanreize von mir bekommen haben. Über Feedback von Dir als Leser würde ich mich trotzdem immer sehr freuen.

Über den Autor
sammy_zimmermanns
Sammy Zimmermanns ist als selbständiger Onlinemarketingberater und Freier Journalist tätig und ein Internet Enthusiast seit 1995. Du kannst ihn über seine Website https://internet-pr-beratung.de oder über seinen Facebook–Account jederzeit kontaktieren.

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