MERISIER

Kurz vor Ostern, kann man schon mal drüber nachdenken, was man seinen Liebsten schönes verstecken könnte. Oder auch zu Weihnachten oder Geburtstagen schenken. Das Berliner Startup MERISIER hat sich diesem Thema angenommen.

Vor allem Menschen, denen es schwerfällt zu entscheiden, was sie verschenken können, finden auf der Seite der Berliner sicher etwas.

Anna, Gründerin von MERISIER, stellt heute die Idee hinter ihrem Startup vor.

Kannst du dich kurz/ihr euch, für die Menschen, die dich/euch noch nicht kennen, vorstellen?

Anna - MerisierIch heiße Anna, komme aus, lebe und arbeite in Berlin. Wahrscheinlich anders als man das von anderen Gründern kennt: Ich wollte im Grunde nie eine Firma gründen.

Im Studium habe ich mich auf Kulturwissenschaften und Filmwissenschaften konzentriert und außerdem an der UdK Bildhauerei studiert.
Das Konzept zu MERISIER habe ich durch einen Zufall geschrieben, weil ich die bestehenden Konzepte nicht schlüssig fand und mir dachte „das kann man echt besser machen und zwar genau so!“.

Gegründet habe ich aber nicht allein sondern mit meinem Freund. Marc ist eine wandelnde Geschäftsideen Maschine und gründet seit seinem 17. Lebensjahr passioniert Unternehmen. Ich musste ihn also nicht lang überreden – die Entscheidung fiel tatsächlich innerhalb einer Woche und schwubs hatte ich die Marke und einige Wochen später die Firma angemeldet und 2 Monate später stand der Webshop im Netz: wackelig, rudimentär, buggy – also genau richtig.

Was genau ist bzw. macht „MERISIER“ ?

Mit MERISIER wollen wir Menschen das Schenken erleichtern indem wir sie bei den wichtigsten und aufwendigsten Details unterstützen:
handverlesene Produkte + starkes Storytelling + liebevolle Verpackung.

Das bedeutet auf unserem Webshop findest Du Geschenke, die immer aus mehreren Produkten zu kleinen Geschichten zusammengestellt sind. Verschickt werden sie immer in einer Geschenkbox, aufwendig und mit viel Liebe in unserer eigenen Werkstatt verpackt. Dein Geschenk kannst Du dann mit einer Grußkarte direkt an denjenigen verschicken, den Du überraschen möchtest – oder zu Dir nach Hause um es dann selbst zu überreichen.

Die Geschenke stellen wir aus wundervollen Produkten zusammen, oft von kleinen charmanten Manufakturen, die wir in aller Welt entdecken.

Was war deine/eure Motivation zu gründen?

Ich hatte das Problem selbst!

In einer Zeit in der sich unsere Netzwerke über die ganze Welt verteilen, die Quantität unserer Interaktionen massiv ansteigt aber die Qualität gleichzeitig leidet wird diese uralte Geste meiner Meinung nach um so wichtiger. Aber der Mangel an Zeit und fehlende Ideen stehen dem oft entgegen.

Bei mir hatte es einen privaten Hintergrund: Meine Familie und Freunde sind über den ganzen Globus verteilt. Ich schenke wahnsinnig gern und finde, das Schenken ist ein wundervoller Weg um räumliche Distanz zu überbrücken und ein klein Wenig mehr „anwesend“ zu sein. Früher war es immer so ein Krampf: Besorgen, verpacken, zur Post bringen und ZOLLPAPIERE – da wird man ja wahnsinnig – und dann lässt man es doch wieder sein.

Marc erkannte das gleiche Problem im beruflichen: Eine Email ist als Dankeschön für eine gute Zusammenarbeit oder als Entschuldigung für einen gemachten Fehler schon ok. Aber so richtig Gewicht hat das nicht. Geschenke verleihen Botschaften auf eine sehr wörtliche Weise „Gewicht“ und Ernsthaftigkeit.

Was hat dich/euch bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf deine/eure Gründung?

Aus dem Nichts aufgrund einer fixen Idee etwas in die Welt zu setzen, was sie dann ein klein Wenig verändert und Menschen glücklich macht!

Von Anfang an und noch heute bin ich beeindruckt davon, wie unsere Kunden unseren Service nutzen, um einander näher zu sein. Wir haben das große Glück viel ausführliches Feedback von unseren Kunden zu erhalten, die ihrer Dankbarkeit und Freude darüber Ausdruck verleihen, dass es uns und unseren Service gibt – das ist echt atemberaubend und gibt uns unheimlich viel!!

Und ja, das ist definitiv ein Grund für uns, immer weiter zu machen. Auch wenn der Weg mitunter hart ist und er ist manchmal sehr sehr sehr hart, denn wir sind noch immer bootstrapped und stemmen das alles aus eigener Kraft.

Wie geht’s weiter mit „MERISIER“ ?

Wir werden seit unserem Relaunch im letzten Sommer immer datengetriebener – das ist aufregend und aufschlussreich und wir glauben fest daran, dass dies die Grundlage für unser weiteres Wachstum sein wird.

Außerdem ist Mobile ist ein interessantes Thema für uns, dem wir uns bisher noch nicht so wirklich ausführlich zugewandt haben. Da ergeben sich ganz spannende Möglichkeiten für den User, die wir jetzt nach und nach erschließen und umsetzen wollen.

Was ist dein/euer ultimativer Tipp für diejenigen die selber über’s Gründen nachdenken?

Etwas tun, wofür wirklich Dein Herz schlägt und dann schnell an den Markt und raus aus dem Kämmerlein. Ist die Idee gut und wird sie vom User angenommen, dann zeigt sich das unheimlich schnell – wenn sie nicht angenommen wird, zeigt sich das sogar noch schneller.

Anpassung sind leichter gemacht, wenn die Spuren zwar wohl durchdacht aber nicht festgefahren sind und das ist gerade bei Markteintritt unheimlich wichtig. Du kannst eine Milliarde Businesspläne schreiben und Dir jahrelang Gedanken machen, wirklich schlauer bist Du aber erst, wenn der User mit Deinem Produkt interagiert.

Und nur, wenn Du wirklich liebst was Du tust, wirst Du auch bereit sein, durch die Sümpfe zu gehen, die Dich erwarten, wenn Du das Unternehmen zu einen Erfolg führen willst. Ein paar Jahre Startup spielen kann schließlich Jeder. Am Ende kommt es auf das Durchhalten an und dazu wirst Du nur bereit sein und Du wirst auch nur dann dazu in der Lage sein, Menschen mitzureißen, wenn Du wirklich und wahrhaftig an das glaubst was Du tust und entsprechend dafür Leidensbereitschaft in Dir trägst.

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Danke Anna für deine Antworten auf die altbekannten Fragen.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, wie es bei MERISIER weiter geht,  dann empfehle ich euch einfach auf der Facebook Seite vorbeischauen.

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