FoPo – Pulver gegen Lebensmittelverschwendung

Nicht nur in der Mode spielt gutes Aussehen eine scheinbar wichtige Rolle. Auch bei Früchten und Gemüse achten Verbraucher auf das Äußere zum Schaden der Bauern. Das Bremer Startup FoPo will damit Schluss machen.

Was hinter der Idee steckt und wie sie damit Bauern in Kenya helfen möchten, erklärt das Team im Interview.

Könnt ihr euch, für die Menschen, die euch noch nicht kennen, vorstellen?

Kurz gesagt, FoPo verwandelt Früchte, die zu hässlich oder reif sind um im Supermarkt verkauft zu werden, in gesundes Früchtepulver.

Das Team von FoPo

Das Team von FoPo

Was genau ist bzw. macht FoPo ?

Unser Bremer Startup FoPo tritt gegen die Lebensmittelverschwendung ein. Im Bewusstsein der Bevölkerung ist oftmals nur die Lebensmittelverschwendung verankert, die passiert nachdem sie ein Produkt im Supermarkt gekauft haben. Leider werden aber täglich Tonnen von Früchten weggeworfen noch bevor sie aus ihren Ursprungsländern exportiert werden, da sie zum Beispiel Schönheitsmakel aufweisen. Wir sammeln diese Früchte und veredeln sie zu Pulver, welches ganz verschieden im Alltag benutzt werden kann, zum Beispiel im Müsli, Smoothie oder beim Backen. Durch unsere schonende Trocknungsmethode können wir bis zu 90% der Nährstoffe und Vitamine erhalten und bieten daher eine sehr gesunde und 100% natürliche Alternative zu herkömmlichen Geschmackstoffen. Zurzeit bieten wir unsere Früchtepulversorten (Apfel, Banane, Olive, Mango, Ananas, Limette) in unserem Onlineshop zum Verkauf an und demnächst sind wir auch auf Bremer Veranstaltungen anzutreffen.

Was war eure Motivation zu gründen?

Alle Gründer haben einen Lebensmitteltechnologie Hintergrund und daher ist es uns wichtig die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Wir hatten dann die Idee daraus ein neues gesundes Produkt herzustellen, dass es gleichzeitig den Menschen einfacher macht, mehr Früchte und Gemüse zu essen.

Was hat euch bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf eure Gründung?

Wie schon gesagt, unsere Motivation war die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, aber ich denke keinem von uns war wirklich klar wie groß die Folgen der Verschwendung tatsächlich sind. Neben Umweltproblemen waren wir schockiert davon, wie sehr Bauern in Entwicklungsländern unter der finanziellen Last leiden, die zu hässliche und reife Früchte verursachen. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf Kenya, wo in der Zukunft der Schwerpunkt unserer Produktion liegen soll, da wir dort etwa 1000 Bauern helfen können, indem wir ihren finanziellen Schaden eindämmen und Trainingsmöglichkeiten bieten.

Wie geht’s weiter mit FoPo?

Wir arbeiten fleißig daran, unsere Produkte demnächst auch in Supermärkten und Reformhäusern zu verkaufen und zwar nicht nur in Bremen! Außerdem bereiten wir weitere Produkte vor, wie zum Beispiel einen 100% Früchteriegel aus unseren Pulvern.

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen, die selber übers Gründen nachdenken?

Es lohnt sich nicht das Produkt ewig lange zu perfektionieren, sondern es macht Sinn so schnell wie möglich, Prototypen an die Zielgruppen zu bringen, um laufend Feedback zu erhalten. Außerdem war es für uns sehr hilfreich sich mit dem Design Thinking Prozess auseinander zu setzen.

Danke für eure Antworten

Falls ihr mehr über FoPo erfahren möchtet, solltet ihr die Facebook-Seite im Blick behalten.

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