Flyt.club

Mitfahrgelegenheiten kennt jeder und nutzen auch viele Menschen. Aber was ist, wenn du Fliegen könntest? Flyt.club aus Leipzig bringt private Piloten und Otto Normal Bürger zusammen, um von A nach B zu kommen oder um einfach nur einen Rundflug zu machen.

Wie es zu dieser Idee kam und was in Zukunft aus dem Mitfluggelegenheiten Portal werden soll, hat Peter für euch beantwortet.

Könnt ihr euch, für die Menschen, die euch noch nicht kennen, vorstellen?

Die beiden Gründer: Peter Nürnberger und Kim-Julian Becker

Die beiden Gründer: Peter Nürnberger und Kim Becker

Ich bin Peter Nürnberger und zusammen mit Kim Becker habe ich Flyt.club gegründet. Wir haben zusammen in Trier Intermedia Design studiert und sind mittlerweile in Leipzig gelandet. Kim ist der kreative, der sich um das Design und Marketing kümmert. Ich selbst bin da eher pragmatisch, technisch veranlagt. So konnten wir zusammen die Plattform komplett selbst entwickeln und umsetzen.

Was genau ist bzw. macht „Flyt.club“ ?

Flyt.club ist eine Vermittlungsplattform für Privatflüge. Die Mitflugangebote werden von den Piloten auf Selbstkostenbasis angeboten. Das heißt, die Piloten machen damit keinen Profit, sondern senken mit Mitfliegern nur den eigenen Kostenanteil am Flug. Flyt.club stellt dabei die Infrastruktur, die Flüge anzubieten, zu reservieren, online zu zahlen und vor allem auch miteinander zu kommunizieren.

Was war eure Motivation zu gründen?

Während des Studiums stieß Kim auf einen Artikel über eine Mitflugbörse und wie toll es ist mit so einem Flugzeug zu reisen. Doch schon nach dem ersten ausprobieren stellte sich heraus, dass sich die Seite vor allem an Piloten richtete und für Fluglaien fast nicht zu benutzen war, da schon einiges an Vorkenntnissen vorausgesetzt wurde. Eine solche Seite auch für Laien verständlich umzusetzen und das mitfliegen so einfach wie möglich zu machen, war dann das perfekte Thema für unsere gemeinsame Bachelorarbeit. Danach war uns eigentlich klar, dass wir unsere Idee auch richtig umsetzen wollen.

Was hat euch bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf eure Gründung?

Wohl am meisten hat mich beeindruckt, mit welcher Leidenschaft uns unsere Nutzer unter die Arme greifen, besonders die Piloten. Wir bekommen ständig ausschweifend konstruktives Feedback, was ihnen gefällt, was nicht, welche Features noch cool wären.

Was mich noch beeindruckt hat ist, wie falsch wir mit dem Timing unserer Roadmap lagen. Das lag aber nicht daran, dass wir zu langsam gearbeitet haben. Wir haben nur die Arbeit unterschätzt, die hinter einer solchen Plattform steckt. Vor allem die Aufgaben die neben der eigentlichen Entwicklung anfallen: Bürokratie, Recherche, Marketing, Support – das alles kostet extrem viel Zeit.

Wie geht’s weiter mit „Flyt.club“ ?

Es ist noch eine Menge zu tun. Die Liste an neuen Funktionen und Verbesserungen der bestehenden ist lang. Eines der nächsten Schritte ist die Internationalisierung der Plattform. Außerdem wird es Gutscheine zu kaufen geben, neue Zahlungsmittel werden integriert und vieles, vieles mehr. Das große Ziel ist es mit Flyt.club die Adresse für Mitfluggelegenheiten zu schaffen, die von Menschen aus aller Welt genutzt wird.

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen die selber über’s Gründen nachdenken?

Wenn mal was nicht nach Plan läuft, ist das kein Weltuntergang. Das ist normal. Am besten plant ihr im Vorfeld schon deutlich mehr Zeit für eure Vorhaben ein. Immer schön alles notieren. In einem Moment habt ihr den vollen Durchblick, was noch zu tun ist, welche tolle Ideen ihr gerade habt oder wen ihr nochmal wegen irgendetwas kontaktieren wolltet. Ihr werdet den Großteil wieder vergessen, wenn ihr es nicht notiert. Am besten mit Plan, wir nutzen dafür Trello. Nehmt nicht jede Kritik für bare Münze. Manche Leute werden versuchen euch zu erklären, warum euer Vorhaben blöd ist. Lasst euch nicht davon entmutigen.

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Danke Peter für deine Antworten.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, wie es bei Flyt.club weiter geht, schaut doch mal auf ihrer Facebook-Seite vorbei.

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