Couchsport

Gründerszene nannte sie „Tinder für Wetten“. Ich habe die Dating App noch nie benutzt, weiß aber, dass die Nutzung sehr einfach sein soll. Das klingt doch für das Startup Couchsport, welches die Sportwetten-Welt mit neuen und frischen Ideen bereichern will, nach einem super Kompliment. Dazu kommen noch namenhafte Investoren und Partner.

Wer und was steckt hinter Couchsport? Wer kann die Frage besser beantworten als der Gründer und CEO des jungen Unternehmens?

Kannst du dich, für die Menschen, die Couchsport noch nicht kennen, vorstellen?

Alex_Napetschnig Gründer von Couchsport © Couchsport

Alex Napetschnig Gründer von Couchsport © Couchsport

Mein Name ist Alex Napetschnig, ich bin Gründer und Geschäftsführer von Couchsport. Ich komme aus Österreich, habe in Barcelona studiert und bin nun in Berlin gelandet. Couchsport ist bereits meine zweite Gründung, 2011 habe ich Klash entwickelt, eine Plattform für Herausforderungen unter Freunden.

Was genau ist bzw. macht Couchsport?

Wir haben Couchsport im Spätsommer 2014 gemeinsam mit unserem Partner Tipico und verschiedenen Business Angels ins Leben gerufen. Unsere Mission: Den Sportwettenmarkt mit neuen Mobile Produkten aufmischen – Tippn macht jetzt den Anfang.

Auf intuitive Art und Weise soll eine vollkommen neue Zielgruppe an Sportwetten herangeführt werden. “Casual Betting” – also zwangloses, lässiges Tippen auf beispielsweise die Lieblingsfußballmannschaft – soll durch die im Digitalen Wettbereich neue ”mobile only” Herangehensweise gelingen.

Was war eure Motivation zu gründen?

Die Zeit für eine neue Herangehensweise in Sachen Sportwetten war absolut überfällig. Wir haben gesehen, dass es im Sportwettenmarkt derzeit nur wenige Produkte gibt, die sowohl unkompliziert sind als auch den Spaß in den Vordergrund stellen – und das, obwohl das Marktpotenzial riesig ist.

Genau hier setzen wir an. Wir präsentieren damit das bisherige Wettangebot, wie beispielsweise von Tipico, in neuem Licht. Intern hatten wir das Privileg, dass das Team bereits aufeinander eingespielt ist. Sowohl das Marketing-, als auch der Großteil der Design- und Entwicklungsteams arbeiteten bereits zuvor gemeinsam an Klash. Mit den Erfahrungen und der Expertise insbesondere in Sachen User Experience und Community Building, soll nun in Kombination mit dem hiesigen Potenzial des Sportwettenmarktes das gelingen, woran Klash letztlich scheiterte: Monetarisierung. Der Markt hierfür ist immens: Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit 13 Milliarden US-Dollar über mobile Endgeräte bei Wetten eingesetzt, bis zum Jahr 2017 sollen es bis zu 45 Milliarden sein.

Was hat euch bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf die Gründung?

Für uns war die Arbeit mit einem Strategen (Tipico) absolutes Neuland. Ich glaube, dass wir gerade in diesem Bereich einiges an Erfahrungen gesammelt haben. Die Möglichkeit, dass wir uns als reine Entwickleragentur aufstellen konnten und die Apps über unseren Partner an den Markt bringen können, ist sehr wertvoll. Der Markt für Wetten ist sicher kein einfacher und für Startups aufgrund der Lizenzbestimmungen sehr schwer zugänglich – da ist es natürlich schön, einen Partner an seiner Seite zu wissen, der sich um diese Dinge kümmert, damit wir uns auf die Produktentwicklung fokussieren können.

Wie geht’s weiter mit Couchsport?

Tippn wurde ja gerade erst von Tipico am Markt platziert. Die App sollte jeder am besten mal ausprobieren. Starten kann man mit einer Freiwette! Zum Bundesligastart im August wird es hier noch mal besonders spannend, wir wollen ein großes Event für die Community veranstalten, um in die neue Saison zu starten. Außerdem haben wir schon tolle andere Produkte in der Pipeline, werden aber auch die existierenden Produkte weiter verbessern!

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen die selber über’s Gründen nachdenken?

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Den ultimativen Tipp gibt es nicht. Attribute wie Selbstvertrauen, Selbstreflexion, ständiges Lernen, Mut und Bescheidenheit sind wichtige Merkmale – die man auch lernen kann! All das sollte man aber nicht mit Naivität verwechseln. Naivität hilft leider nicht.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, wie es bei Couchsport weiter geht, dann wird dies ziemlich schwierig. Das junge Startup ist aktuell leider in keinem Netzwerk zu finden. Einzig die App hat einen spärlich gepflegten Twitteraccount.

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