Campusjäger – Guten Jobs auf der Spur

Als Student hat man in der Regel wenig Zeit und wenig Geld. Um einen gutbezahlten Studentenjob zu finden, braucht man jedoch unter Umständen Geduld. Das Baden-Württembergische Startup Campusjäger will dieses Problem lösen.

Wir sprachen mit Martin Trenkle, einem der drei Gründer über die Idee aus Karlsruhe.

Kannst Du dich für die Menschen, die ich noch nicht kennen, vorstellen?

Einer von Drei: Campusjäger-Gründer Martin Trenkle (Foto: Sandra Göttisheim)

Einer von Drei: Campusjäger-Gründer Martin Trenkle (Foto: Sandra Göttisheim)


Klar! Hallo, ich bin Martin, 25 Jahre alt und einer der Gründer von Campusjäger. Insgesamt sind wir zu dritt und arbeiten mit unserem fast 40-köpfigen Team seit vier Jahren an Campusjäger. Damals haben Jannik und ich gerade unser Studium in Karlsruhe angefangen – kurz nachdem das mit Campusjäger konkreter wurde. Matthias haben wir bald darauf bei einem Gründerwettbewerb an der Uni kennengelernt und ihn als dritten Gründer mit ins Boot geholt.

Zusätzlich engagieren wir uns im Bundesverband Deutsche Startups (BVDS). Jannik und ich sind dort Regionalvertreter für Baden-Württemberg und setzen uns für ein gründerfreundliches Deutschland ein.

Was genau ist bzw. macht Campusjäger?

Mit Campusjäger wollen wir das eingestaubte Recruiting umkrempeln. Wir machen Bewerbungen einfacher und schneller, für Bewerber und Unternehmen. Studenten und Absolventen können Jobs für sich finden lassen und sich mit ein paar Klicks bewerben. Der Lebenslauf wird einfach importiert, das Anschreiben gar nicht erst gebraucht. Stattdessen stellen Unternehmen gezielt Fragen, die der Bewerber kurz beantwortet: Eine Bewerbung dauert dadurch nur noch 5 Minuten – und ist natürlich kostenlos.

Da wir die Fähigkeiten und Wünsche des Bewerbers beachten, werden ihnen nur Stellen vorgeschlagen, die auch passen. Unternehmen müssen sich durch diese Vorauswahl nicht mehr durch einen Berg Bewerbungen kämpfen, sondern behalten immer den Überblick. Erst wenn der Bewerber eingestellt wird, erheben wir eine Vermittlungsprämie.

Mittlerweile passiert das Ganze auch vollautomatisiert: Von der Veröffentlichung der Stellenanzeige auf verschiedenen Plattformen, über das Matching, die Bewerbung und Terminfindung bis hin zur Einstellung. Das ist so bisher einmalig in Deutschland. Dabei freuen wir uns über das Vertrauen von über 30.000 aktiv suchenden Studenten und 1.000 Startups, KMUs und Konzernen. Für sie reduzieren wir den Bewerbungsprozess, sodass sich Bewerber und Personaler mit uns auf das wichtigste konzentrieren können: den Menschen kennenlernen.

Was war deine Motivation zu gründen?

Nach dem Abitur wollten wir uns erstmal orientieren: Was macht uns Spaß? Wo wollen wir hin? Wie stellen wir uns unsere Arbeit vor? Nach ein paar Praktika war uns schnell klar, dass zwischen Wunsch und Realität ein paar Welten liegen. Wir wollten die Möglichkeit haben, unsere Umgebung selbst zu formen und eine eigene Kultur zu schaffen. Das funktioniert am besten, wenn man sein eigener Chef ist – Gründen war für uns daher der logische Schritt.

Die Idee für Campusjäger kam uns erst danach. Wir haben uns sehr viele verschiedene Branchen angeschaut. Und die Personalbranche sah besonders vielversprechend aus. Der Fachkräftemangel schränkt viele Unternehmen in ihrem Wachstum und ihrer Stabilität ein – oft finden sie weder genug, noch die passenden Bewerber. Campusjäger führt diese beiden Seiten auf einer Plattform zusammen. Damit erleichtern wir Unternehmen nicht nur die Suche nach Bewerbern, sondern den gesamten Bewerbungsprozess. Studenten und Absolventen können sich einfach, schnell und vor allem stressfrei auf passende Jobs bewerben.

Was hat dich bisher am meisten beeindruckt im Bezug auf eure Gründung?

Wie viel sich aus eigener Kraft erreichen lässt. Als wir angefangen haben, haben wir unsere WG-Zimmer auf Airbnb angeboten, um die ersten Kosten zu stemmen. Das ist jetzt vier Jahre her. In der Zeit waren wir in einem Inkubator, haben Wettbewerbe gewonnen, sind zweimal umgezogen und haben mit vielen tollen Menschen zusammengearbeitet. Jetzt stehen wir vor einem 40-köpfigen Team und betreuen tausend Unternehmen und zehntausende Studenten.

Teambild der Campusjäger

Das Campusjäger Team

Dadurch haben wir uns natürlich auch persönlich enorm weiterentwickelt, das fällt mir vor allem dann auf, wenn ich an den Anfang zurückdenke. Ich würde jetzt so manche Entscheidung anders treffen, einfach weil ich einen anderen Blick auf die Dinge bekommen habe. Aber das ist auch das Schöne: Jeden Tag lernen wir dazu.

Wie geht’s weiter mit Campusjäger?

Das richtige Personal ist der größte Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen. Das beobachten wir jeden Tag bei unseren Kunden und wissen wir auch von uns selbst. Campusjäger übernimmt jetzt schon das gesamte Recruiting für einzelne Unternehmen und in Zukunft sollen das noch mehr werden. Dabei sind wir der Partner, der durch die richtigen Bewerber und ein einfaches Recruiting zu mehr Stabilität und Wachstum führt.

Was ist dein ultimativer Tipp für diejenigen, die selber übers Gründen nachdenken?

Ich habe jetzt schon sehr oft gesehen, dass sich (angehende) Gründer zu sehr auf die Idee konzentrieren: Sie entwickeln, designen, optimieren – aber sie testen nicht. Sie sind ganz weit weg vom Marktzugang. Dadurch fehlt ihnen oft wichtiges Feedback, im schlimmsten Fall entwickeln sie komplett an ihrer Zielgruppe vorbei. Daher sollten Gründer so früh wie möglich an den Markt gehen und mit Kunden sprechen. So sieht man am schnellsten, ob die Idee überhaupt angenommen wird und in welche Richtung es weitergehen sollte. Und daran sollte man sich dann orientieren.

Danke für deine Zeit.

Wenn ihr wissen wollt, wie es mit dem Startup aus Karlsruhe weitergeht, dann schaut am besten auf der Campusjäger Facebook-Seite vorbei.

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