99chairs – die Design-Tech Company

Ein Büro sollte einladend wirken – nicht nur für Kunden sondern auch für Arbeitnehmer. Wer keine Lust auf 08/15 Ideen hat, muss lange suchen. Oder er nutzt direkt 99chairs. Das Berliner Startup hilft bei der Konzeption ansprechender Räumlichkeiten.

Wir sprachen mit den Gründern Frank Stegert und Julian Riedelsheimer.

Könnt ihr euch, für die Menschen, die euch noch nicht kennen, vorstellen?

Wir sind Frank Stegert und Julian Riedelsheimer, Gründer und Geschäftsführer von 99chairs. Wir haben uns 2008 beim Studium an der TU München kennengelernt: Frank studierte Mathe und Julian Wirtschaftsinformatik. Wir sind zusammengezogen, haben gemeinsam an einem Manage & More Stipendium der UnternehmerTUM GmbH an der TU München teilgenommen und später Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmen gesammelt. 2014 gingen wir mit 99chairs an den Start!

Frank Stegert und Julian Riedelsheimer, Gründer und Geschäftsführer von 99chairs.

Frank Stegert und Julian Riedelsheimer, Gründer und Geschäftsführer von 99chairs.

Was genau ist bzw. macht 99chairs?

Wir sind eine Design-Tech Company:

Gemeinsam mit Interior Designern aus ganz Deutschland entwickeln wir individuelle, ganz auf die Bedürfnisse der Kunden angepasste Designkonzepte für den modernen Arbeitsplatz. Wir glauben daran, dass der Arbeitsplatz nicht nur schön aussehen sollte, sondern auch funktional sein muss, weil er nur so die Produktivität, die Motivation und das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördern kann. Dabei hat jedes Unternehmen andere Bedürfnisse und Anforderungen an das Design – so übermitteln wir keine fertigen 08/15 Konzepte, sondern setzen uns intensiv mit den Kunden auseinander.

Der Tech-Aspekt kommt bei der Arbeit der Designer ins Spiel, denn alle Konzepte werden auf unserer eigenen, digitalen Plattform erstellt. Der Innendesigner kann sich hier kreativ auslassen und zugleich direkt Einrichtungsgegenstände aus einer Auswahl von über 1 Millionen Produkten auswählen. Auch gibt es ihm die Möglichkeit, über das 99chairs System direkt mit dem Kunden zu interagieren. Derzeit arbeiten wir mit ca. 70 Designern und über 150 Herstellern zusammen und können so jede Stilrichtung und Designs für alle Budgets abdecken.

Als Unternehmen selbst arbeiten wir größtenteils holokratisch und geben jedem einzelnen Mitarbeiter sehr viel Verantwortung und Freiheiten. Wir möchten jedem die Chance geben, täglich etwas bewegen können. Teamspirit ist uns sehr wichtig, was wir durch regelmäßige Teamevents wie zum Beispiel in Frankreich oder Spanien fördern. Anfang des Jahres haben wir zum ersten Mal das Winteroffice-Konzept ausprobiert, das von zwei Mitarbeitern konzipiert wurde – zwei Monate lang haben wir gemeinsam in Kapstadt gearbeitet und “überwintert”.

Foto: 99chairs

Foto: 99chairs

Was war eure Motivation zu gründen?

Die Gründungsidee entstand durch den Besuch bei Studienkollegen, die vor vier Monaten in die erste eigene Wohnung gezogen waren – allerdings war sie kaum eingerichtet. Auf Nachfrage antworteten sie, dass sie viel gearbeitet hätten und nicht die Freizeit mit aufwendiger Möbelsuche verbringen wollten. Außerdem fehlte ihnen das Design-Händchen, aber extra einen Innendesigner zu engagieren, war ihnen zu teuer. So ging zunächst die praktische Überlegung los: Wieso gibt es niemanden, der Designkonzepte zu erschwinglichen Preisen erstellt? Dazu kamen Überlegungen über Räume im Allgemeinen und welch großen, vielleicht oft unterschätzten Einfluss sie auf unser Leben haben. So kam es zu der Idee 99chairs zu gründen, das beides verbindet:

  1. Innovatives, individuelles Design
  2. Räume zu gestalten, in denen sich Menschen wohlfühlen, in denen sie produktiv und effektiv arbeiten können und die optimal an ihre Bedürfnisse angepasst sind – und dies ohne Unsummen dafür auszugeben oder Monate für die Realisierung dieser Räume zu verschwenden
  3. Kunden die komplette Arbeit abnehmen (nicht nur das Design, sondern auch Bestellung und Einrichtung übernehmen)
  4. Ein Onlinetool zur Digitalisierung des gesamten Prozesses

Was hat euch bisher am meisten beeindruckt in Bezug auf eure Gründung?

Es ist ein tolles Gefühl, selbst schnelle Lösungen für Herausforderungen zu finden und in einem motivierten und eigenverantwortlich handelnden Team zu arbeiten, das wir selbst zusammengestellt haben. So arbeiten wir nicht nur mit Kollegen, sondern (auch wenn es etwas kitschig klingt) mit Freunden.

Wie geht’s weiter mit 99chairs?

Wir fokussieren uns derzeit noch stark auf den deutschen Markt und die Optimierung aller unserer Prozesse, um den Kunden einen reibungslosen Projektverlauf zu garantieren.  Parallel dazu bereiten wir uns darauf vor, auch über die Grenzen Deutschlands bekannt zu werden. Das Ziel ist es, europaweiter marktführender Experten im Bereich Büro-Innendesign zu werden und für jeden Kunden, egal ob Startup, Mittelstand oder Konzern der passende Partner zu sein.

Was ist euer ultimativer Tipp für diejenigen, die selber übers Gründen nachdenken?

Man sollte den Mut haben den eigenen Weg zu gehen und dabei keine Angst, wenn zu Beginn nicht gleich alles klappt: Jeder wird am Anfang Fehler machen, aber aus diesen Fehlern lernt man und entwickelt sich gemeinsam weiter. Und noch ganz wichtig: Nie das Team vergessen – denn das Team macht den Unterschied.

Danke für eure Zeit.

Wenn ihr wissen wollt, wie es bei den Berlinern weitergeht, haltet die Facebook Seite von 99chairs im Blick.

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